Allgemeiner Schnauferl-Club (ASC) e.V. Landesgruppe Hammonia e.V.
Sunfower Rallye 2013

14.01.2019, Clubabend
20.01.2019, Entenessen
11.02.2019, Clubabend
21.02.2019, Theorie-Kurs Rallye-Fahren
11.03.2019, Clubabend
31.03.2019, Brunch im NRV
08.04.2019, Mitgliederversammlung
27.04.2019, Frühjahrsausfahrt
13.05.2019, Clubabend
11.05.2019, Fahrsicherheitstraining
31.05. bis 03.06.2019, ASC Jahresrallye
17.06.2019, Clubabend
29.06.2019, Lunch Gut Basthorst

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Letzte Änderung: 16.12.2018

ADAC Sunflower Rallye 2013

Lesen Sie dazu die von SB Dr. Walter recherchierte Historie und Identifizierung dieses unbekannten, geradezu sensationellen Rennwagens unter Ford V8. Von dem Rennwagen, mit dem der Filmregisseur und Amateurfahrer Manoel de Oliveira in den Jahren von 1936 bis 1938 mehrere siegreiche Rennen bestritten hat, sind nur 3 Stück von dem portugiesischen Konstrukteur Eduardo Ferreirinha gebaut worden. Jener war seit 1924 der erste portugiesische Ford-Vertragshändler und baute zunächst drei Ford V 8 zu Rennwagen um. Danach konstruierte und baute er ab 1936 den ‘EDFOR‘ Sportwagen (‘ED‘ für Eduardo und ‘FOR‘ für Ford) der nicht nur als erstes, sondern auch als schönstes in Portugal gebautes Automobil gilt.

Die Zuschauer beim Start der Sunflower Rallye auf der Kurpromenade von Heringsdorf waren natürlich von allen Autos, bis hin zu einem mausgrauen VW Bulli mit Ladefläche begeistert.

Die 77 (!) Helfer und der technisch versierte Service des ADAC, allen voran der gelbe Motorrad Engel ‘Charly‘, können besser nicht sein, was man von einigen Streckenabschnitten leider nach wie vor nicht sagen kann. Der Getriebeölwanne des Jensen Interceptor unseres SB Klaus S. stellten sich einige ungehobelte Knüppelkopfsteinpflastersteine derart fies in den Weg, dass der ADAC nur noch mit einem Abschleppwagen für den Jensen und einem Leihwagen für die Crew helfen konnte.

Nachdem wir bereits am Willkommensabend im Wasserschloß Mellenthin sehr gut bewirtet worden waren, gab es bei der ersten Tagesfahrt hier einen leckeren Snack, bei dem man auf den Austausch etwa übersehener Baumaffen - DIN A 4 große Tafeln mit absichtlich nicht ganz leicht zu erkennenden gelben Zahlen - verzichten konnte, weil die engagierten Helfer quasi an jeder Ecke mit ihren Stempeln jedes Nachtragen im Bordbuch verhindert hatten. Nach der ersten Gleichmäßigkeitsprüfung auf dem in Betrieb befindlichen Flugplatz in Zirchow gab es im ‘Hangar 10‘ des kleinen Flugzeugmuseum eine kulinarische Stärkung. Dass ein Fahrzeug nach Durchfahren der ersten Lichtschranke statt nach rechts auf den Taxiway, auf dem uns die kleinen Propellerflieger nur noch auf ihrem Weg zur Parkposition langsam entgegenkamen, nach links auf die Start-/Landebahn eingebogen war und den Mann im Tower in helle Aufregung versetzt hatte, war schnell vergessen auf dem Weg zum nächsten Tageshöhepunkt, der Durchfahrt einer Fußgängerzone in Swinemünde. Die sehr freundlichen und applaudierenden Menschen waren noch wirklich begeistert und sprangen zum Fotografieren wie wild vor die Autos. Immer wieder rief man uns Hamburgern ’Hummel, Hummel’ zu und war richtig enttäuscht, wenn das ’Mors, Mors’, dass wir doch gar nicht mehr gewohnt sind, nicht sofort zurückkam. So enthusiastisch wie in Polen war der Empfang der Oldtimer auf der Kurpromenade in Heringsdorf jedenfalls nicht. Der Unterschied zu den wieder im vollen Glanz strahlenden hochherrschaftlichen Häusern an der über 14 Kilometer langen Strandpromende der Kaiserbäder am Deutschen Ostseestrand ist aber noch gewaltig.

Der zweite Tag ging nach Peenemünde, wo auf einer auf dem Flugplatz mit Pylonen und Kurven abgesteckten Rennpiste die in der ersten Runde selbst gesetzte Sollzeit in den weiteren zwei Runden getroffen werden sollte. Für viele ist das durchaus schwierig und die Bedienung der Stoppuhr bei manchen mit munterer Aufregung verbunden. Die mittägliche Stärkung in Trassenheide tat deshalb gut zur Abkühlung  aufgeregter Gemüter und gab Zeit, sich auf die aufziehende schwarze Regenwand vorzubreiten. Kurz vor der Kaffeepause in einem wunderschönen Golfclubhaus in Benz am Balmer See forderte der kurze, aber wie aus Kübeln kommende Regenguss dann auch zum Funktionstest der Scheibenwischer auf. Da passte es, dass unser SB Gerd K. nicht mit seinem Bentley gekommen war, weil dessen Scheibenwischer bei der Regenrallye am Arlberg den Geist aufgegeben hatte. Alle Autos kamen schließlich kurz vor dem zweiten Regenguss sicher ins Ziel und wohlbehalten nach Hause.

Und: Wenn unserem SB Herbert P. nur ein zierlicher Porsche Diesel und nicht ein moderner Riesentrecker mit einem riesigen Güllewagen hinten dran die Sicht auf einen Baumaffen versperrt hätte, wäre er sogar Sieger der Rallye geworden. Wir  hatten aber dennoch sehr viel Spaß und Fröhlichkeit beim wunderbaren Abschlußabend und danken dem großartigen Organisationsteam des ADAC Hansa, an dessen Spitze Ingo Huter, für die perfekte Organisation, die schön ausgewählten Hotels, die gute Verpflegung und das tolle Programm zu einem moderaten Nenngeld. Die LG Hammonia wird nächstes Jahr auf Rügen wieder in großer Zahl vertreten sein.

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