Allgemeiner Schnauferl-Club (ASC) e.V. Landesgruppe Hammonia e.V.
Reise zu den Sternen

10.12.2018, Clubabend
14.01.2019, Clubabend
20.01.2019, Entenessen
11.02.2019, Clubabend
21.02.2019, Theorie-Kurs Rallye-Fahren
11.03.2019, Clubabend
31.03.2019, Brunch im NRV
08.04.2019, Mitgliederversammlung
27.04.2019, Frühjahrsausfahrt
13.05.2019, Clubabend
11.05.2019, Fahrsicherheitstraining
31.05. bis 03.06.2019, ASC Jahresrallye
17.06.2019, Clubabend
29.06.2019, Lunch Gut Basthorst

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Letzte Änderung: 08.12.2018

Reise zu den Sternen

Automobile Besonderheiten konnten Erik und Martina H., Erik H. sowie Wiebke und Florian W. am 28. und 29.08.2009 in und um Stuttgart genießen. Die Ziele hießen Fellbach, Zuffenhausen, Heimerdingen und Affalterbach.

Abflug war am Freitag um 8:20 in Hamburg. Nach der Ankunft in Stuttgart ging es direkt ins Hotel, wo wir bereits von SB Erich B. vom 300SL Club erwartet wurden. Nach dem Frischmachen ging es dirket ins Mercedes-Benz Classic Center nach Fellbach.

Mercedes-Benz Classic Center

Im Classic Center wurden wir nach der Begrüßung zunächst über die Organisation und die Tätigkeitsfelder des Classic Centers informiert.

Im Verkaufsraum präsentierten sich u.a. ein 300SL Roadster, zwei Flügetürer, ein 600er Landaulet, ein SL 300 (R129) sowie ein AMG 7,3 (R129), die bei dem einen oder anderen erste Gelüste hochkommen ließen.

Vom Showroom aus ging es in die Werkstatt, wo sich noch ein weiterer Mitarbeiter des Classic Center unserer annahm. Hier konnten wir dann einen Blick auf Restaurierungsarbeiten an diversen Rennwagen aus der Kompressor-Ära, als auch den 50er und 60er Jahren sowie einer Handvoll 600er der W100 Serie, werfen.

Das ultimative Highlight dieses Besuches stellte die Besichtigung von zwei der sog.  'heiligen Hallen' dar.

Neben Fahrzeugen der Familie Benz und anderer namhafter Persönlichkeiten (Rockefeller, Vatikan etc.) konnten wir auch diverse Prototypen, Forschungsfahrzeuge und Formel 1 Rennwagen bestaunen. Die beiden Hallen beherbergten weit mehr als 200 Fahrzeuge deren Einzigartigkeit uns den Atem raubte. Nach gut 2 Stunden schlossen sich die Hallen leíder wieder. Das nächste Higlight ließ nicht auf sich warten. Es ging weiter zu AMG nach Affalterbach.

Mercedes-AMG

Mercedes-Benz und AMG sind seit mehreren Jahrzehnten zwei Begriffe, die eng miteinander verbunden sind.

Im Rahmen der Begrüßungsansprache teilte uns der Vertreter von AMG mit, dass ein wesentlicher Vorteil seiner Tätigkeit bei AMG der sei, dass alle Kunden 'autoverrückt' seien. Die Erfahrung habe ihn jedoch gelehrt, dass diese Verrückheit bei Oldtimerenthusiasten noch stärker ausgeprägt sei. Daher würde er sich ganz besonders darüber freuen, dass der 300SL Club AMG seine Aufwartung macht.

Zu Beginn wurden alle Teilnehmer darüber informiert, dass Fotografieren leider nur im Showroom und auf dem Außengelände gestattet sei. In den Produktionsräumen sei Fotografieren leider verboten. Daher gibt es von diesem Besuch leider nur sehr wenige Bilder.

Im Showroom wurden uns  die Ziele und Techniken von AMG anhand eines SL 65 Black Series näher gebracht. An diesem Fahrzeug war so ziemlich jedes Teil in irgendeiner Weise modifiziert worden.

Die eigentliche Werksführung begann mit den Manufakturbereichen 'Interieur' und 'Exterieur'. Jedes Fahrzeug wird in diesem Bereich von einem oder maximal 2 Technikern bearbeitet. Von hier ging es dann in die Fertigung der 5,5 Liter, 6,3 Liter und SLR Motoren. Es gilt stets der Grundatz: 'Ein Mann ein Motor', d.h., dass jedes Aggregat von einer Person allein gefertigt und zum Schluss mit dessen Namen versehen wird.

Hierzu sei abschließend noch angemerkt, dass bei AMG in Affalterbach nur Fahrzeuge gefertigt werden, die nicht die Standardausstattung der AMG-Fahrzeuge bekommen. Dass heißt, das der Kunde beispielsweise spezielle Karosserie- oder Interieurwünsche hat. Alles in allem eine sehr imposante Fertigung.

Am späten Nachmittag wurden wir dann in den neuen Präsentationsraum geführt. Kameras, Uhren, Taschen etc. mussten abgegeben werden und jeder wurde einer von Flughäfen her bekannten Personenkontrolle unterzogen.

Nach einer kurzen Filmpräsentation war es endlich soweit. Der bei AMG gefertigte SLS (Flügeltürer) wurde enthüllt, das erst in 3 Wochen der Öffentlichkeit auf der IAA präsentiert wird. Das fachkundige Publikum nahm sich die nächsten 2 Stunden des Fahrzeugs an. Von Sympathie bis Antipathie waren alle Meinungen zu hören. Wie sich der Wagen letzendlich etablieren wird, wird die Zeit zeigen. Bei Verlassen des Showrooms sprachen einige Besucher bereits über den SLS Roadster, der vmtl. in 3 Jahren vorgestellt wird.

Der Abend endete mit einem gemeinsamen Essen nahe des Schlosses Solitude. Neben den verbliebenen Teilnehmern der Präsentation bei AMG gesellten sich noch Eberhard Mahle, ein bekannter Rennfahrer aus den 50er und 60er Jahren (Abarth, Alfa Romeo, BMW, Borgward, DKW, Fiat, Ford, Glas, Mercedes, NSU, Porsche, Volvo und VW), der u.a. mit Karl Kling und Hans Herrmann Rennen bestritt, und Klaus Kienle zu uns, der uns für den kommenden Morgen zu einer Besichtigung seiner Firma einlud.

Kienle Automobiltechnik

Jeder Eigentümer oder Freund klassicher Automobile der Marke Mercedes-Benz hat schon einmal von der Firma Kienle Automobiltechnik gehört.

Klaus Kienle hat bei Mercedes-Benz gelernt und sich in den 80er Jahren selbständig gemacht, um sich voll und ganz den Oldtimern zu widmen, da er dieses Thema bei Mercedes selbst als nicht ausreichend gewürdigt ansah. Heute gehört sein Restaurationsbetrieb mit 90 Mitarbeitern nicht nur zu den großen Restaurationsbetrieben, sondern auch zu denen mit einem ganz besonders guten Ruf.

Der nicht besonders große Showroom präsentierte sich uns mit äußerst seltenen und in hervorragendem Zustand befindlichen Fahrzeugen (300SL (Roadster+Flügeltürer, 500K, SL 500 (R107, mit nur 2.000km), 280SE 3,5 Cabrio (W111) und 2 McLaren SLR).  

In der Werkstatt zeigten sich uns diverse 600er (kurz, lang, Landaulet, gepanzert etc.), 190SL, 300S, 300SC, 300SL, 280SL etc., die sich in unterschiedlich fortgeschrittenen Restaurierungsstadien befanden. In Sattlerei und Blechnerei konnten wir uns die Arbeiten an Kundenfahrzeugen im Detail ansehen.

Zum Schluss durften wir noch die die Lager für Ersatzteile sowie eingestellte Fahrzeuge sämtlicher Marken und Typen bewundern. Alles in allem: Very impressing!

Porsche Museum

Nachdem das offizielle Programm beendet war, zog es uns zur Stärkung ins Restaurant Christophorus ins Porsche Museum.

Wohl gestärkt schloss sich dem hervorragenden Essen eine Besichtigung des Museums an. Da hierüber bereits viel geschrieben wurde, sollen die Bilder für sich sprechen.

Mercedes-Benz Museum

Trotz der reichhaltigen Impressionen der vergangen Stunden und des gestrigen Tages gingen 3 von uns auch noch in das Mercedes-Benz Museum. Auch hierüber ist bereits ausreichend geschrieben worden, so dass auch hier nur die Bilder sprechen sollen.

Unsere Gruppe aus Hamburg traf sich um 19 Uhr am Flughafen in Stuttgart wieder. Einhelliges Fazit war, dass es zwei sehr anstrengende Tage waren, ab das keiner in der Kürze der Zeit jemals etwas Vergleichbares gesehen hat.

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