Allgemeiner Schnauferl-Club (ASC) e.V. Landesgruppe Hammonia e.V.
Goodwood Revival 2014

10.12.2018, Clubabend
14.01.2019, Clubabend
20.01.2019, Entenessen
11.02.2019, Clubabend
21.02.2019, Theorie-Kurs Rallye-Fahren
11.03.2019, Clubabend
31.03.2019, Brunch im NRV
08.04.2019, Mitgliederversammlung
27.04.2019, Frühjahrsausfahrt
13.05.2019, Clubabend
11.05.2019, Fahrsicherheitstraining
31.05. bis 03.06.2019, ASC Jahresrallye
17.06.2019, Clubabend
29.06.2019, Lunch Gut Basthorst

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Letzte Änderung: 08.12.2018

Video Goodwood Revival 2014

Goodwood Revival mit Sonnenbrille

Auch wenn es in Südengland Gegenden mit Palmen gibt, so empfindet der Kontinentaleuropäer die Region um Chichester im Herbst doch schon als kühle Gegend. Generell gilt es, den Dresscode des Revivals und das Verlangen nach Wärme in Einklang zu bringen. Engländerinnen in ärmellosen Sommerkleidern sind nicht etwa gefühllos, oder härter im Nehmen. Die 'Goose Bumps' lassen eindeutig erkennen, dass auch ihnen kalt ist. Dieses Jahr war jedoch alles anders.

War es am Donnerstag noch leicht bewölkt, so waren Freitag bis Sonntag ohne Sonnenbrille nur schwer zu überstehen; und das jeweils bei Tagestemperaturen deutlich oberhalb der 20°C.

Die LG Hammonia war in Goodwood wieder gut vertreten. Rudolf E. nahm mit einem Brabham-Ford BT2 (Startnummer 93) mit 1.098ccm aus dem Jahr 1962 am Chichester Cup teil, einem 20 Minuten Rennen für Formel Junior Wagen aus den Jahren 1960-1963 mit Heckmotor und Scheibenbremsen. Ferner waren Holger O., Klaus S., Wiebke und Florian W. sowie Knud S. und Katarina K. angereist.

 

The Cricket Game

Diejenigen, die darum wissen, kommen bereits am Donnerstag Nachmittag auf den Rasen vor dem Goodwood House, wo das traditionelle Cricketspiel der Fahrer stattfindet. Einige hundert Zuschauer und tolle Fahrzeuge boten den Teilnehmern eine hervorragende Einstimmung auf die nächsten Tage.

Keine 10 Minuten nach der Ankunft trafen wir bereits Gabriela und Hermann M. von der LG Bodensee sowie einige bekannte Gesichter vom MG Club.

Wollten wir uns jetzt dem englischsten Spiel aller Spiele hingeben, Cricket, fand dieser Versuch schnell ein jähes Ende. Durch einen sehr außergewöhnlichen Schlag wurde eine Mannschaft zum Sieger erklärt, da sie punktemäßig nicht mehr hätte eingeholt werden können. Um die Zeit bis zur Flugshow zu überbrücken, fand jedoch ein neues Spiel statt, da man den Gästen schließlich etwas bieten wollte. Jochen Mass hat dieses Jahr zwar nicht mitgespielt, gilt aber als relativ guter Cricketspieler. Für Menschen vom Festland erschließen sich die Regeln dieses Spiels nicht. Das ist aber wohl auch so gewollt.

Den offiziellen Abschluss des ersten Tages krönte wieder eine Spitfire, die zwischen den Bäumen das Cricketfeld anflog bzw. angriff. Der Überflug erfolgte in einer Höhe von gut 15m und mit gut 300 Sachen. Im Anschluss schoss der Flieger wieder senkrecht in den Himmel. Eine immer wieder beeindruckende Vorführung dieser tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten. Dafür lieben wir England.

Freitag

Der Freitag ist generell ein sehr entspannter Tag, da die gesamte Veranstaltung noch nicht so überlaufen ist und die Fahrer trainieren, Motoren einstellen und sich mental vorbereiten. Wer das Revival kennt, hatte keine Orientierungsprobleme, da alles beim alten geblieben ist. Ein erster Blick gebührt immer dem Parkplatz, der per se beindruckend ist und für dessen Besichtigung man einige Stunden einplanen kann. Hierbei nutzen auch nicht wenige die Chance, an ihrem Wagen zu picknicken. Das natürlich stilecht mit Tisch und Stühlen, Tischdecke, Blumen in einer Porzellanvase, Silberbesteck und dem guten Porzellan.

An den Ständen auf den Freiflächen vor und auf dem Gelände findet man, wie immer bei solchen Veranstaltungen, alles Mögliche an Nützlichem sowie an unnützen Dingen. Es geht los beim Renntransporter der bei Bonhams angeboten wird und endet beim Lederlappen für die heimische Garage. Dazwischen findet man alles, was die Vorstellung hergibt.

Samstag und Sonntag

Bei der St. Mary´s Trophy, einem 25 Minuten Rennen für Limousinen, die zwischen 1950 und 1959 an Autorennen teilgenommen haben, geht es bekanntlich hoch her. Jaguar Mark 1 fliegen übersteuernd aus der Schikane in die Start/Ziel-Gerade, wobei der Fahrer sein gesamtes Können benötigt, um den Wagen wieder in die Spur zu bringen. Bei diesem Rennen verlor ein 1958er Riley One-Point-Five auf der Zielgeraden sein linkes Hinterrad samt Steckachse. Die Funken flogen, das Rad schlug gegen die Bande der Pit-Lane und von dort im hohen Bogen in Richtung Zuschauertribüne. Letztendlich blieb es gut einen Meter von einem weißen Holzzaun liegen, hinter dem diverse Zuschauer das Rad bei der Landung betrachteten. Wer jetzt an Rennabbruch, Ende der Veranstaltung, Berufsgenossenschaft, Polizei etc. denkt, liegt falsch und kommt vermutlich aus Deutschland. Engländer feiern den Fahrer, der erst an der nächsten Kurve merkte, dass ihm ein Rad fehlte. Das Rennen ging weiter. Der 'Flug des Rades' kann unten angesehen werden.

Es war wieder ein grandioses Wochenende, das man mit Worten nur unzureichend beschreiben kann. Goodwood muss man erlebt haben. Die Bilder geben nur einen vagen Eindruck über das Flair dieser Veranstaltung. Eines ist klar. Im nächsten September geht es wieder nach Chichester. Die B&B' s sind bereits gebucht. Insgesamt zählte das Revival dieses Jahr an drei Tagen 148.000 Besucher. Der Wert aller gemeldeten Fahrzeuge (ohne die der Besucher) wurde auf knapp 200 Millionen Euro geschätzt.

Der Flug des Rades eines Riley One-Point-Five

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