Allgemeiner Schnauferl-Club (ASC) e.V. Landesgruppe Hammonia e.V.
FIVA Midsummer World Rally 2011

10.12.2018, Clubabend
14.01.2019, Clubabend
20.01.2019, Entenessen
11.02.2019, Clubabend
21.02.2019, Theorie-Kurs Rallye-Fahren
11.03.2019, Clubabend
31.03.2019, Brunch im NRV
08.04.2019, Mitgliederversammlung
27.04.2019, Frühjahrsausfahrt
13.05.2019, Clubabend
11.05.2019, Fahrsicherheitstraining
31.05. bis 03.06.2019, ASC Jahresrallye
17.06.2019, Clubabend
29.06.2019, Lunch Gut Basthorst

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Letzte Änderung: 08.12.2018

FIVA Midsummer World Rallye 2011

Der Startort Stenungsund erwartete uns mit exakt vorbereitetem Parkplatz für Wagen und Trailer und einem Traumblick vom Hotel über die Schären des Kattegat.

Mit dem Start ließ man sich einen ganzen Tag Zeit, denn es war Mitsommer und Gelegenheit schwedische Folklore zu erleben.

Los ging es endlich am nächsten Morgen, die Luft war ganz schön frisch, der Himmel blau und die kurvige Strecke  führte uns durch eine malerische Seenlandschaft.

Nach dem Passieren der ersten Rondells, wie hier die Kreisverkehre heißen, fing das Ratespiel der richtigen Ausfahrt an. Nach mehrfachem Karussellfahren nahm man mangels Straßenhinweisen halt den erfolgversprechendsten Weg unter die Räder, um dann völlig irritiert einem  entgegenkommenden Rallyeteilnehmer ins ebenfalls ratlose Gesicht zu sehen.

Das ungelöste Rätsel überschattete die Mittagsrast in einer alten Wassermühle, mit dem besten Lunch der gesamten Tour : es gab Lachs in einer Sahnesauce, feinste Kartoffeln, die wir dann mit köstlicher frisch geschlagener Landbutter verzehrten.

Eigentlich hatten sich bis dahin alle mehr oder weniger häufig verfranzt. Ganz Schlaue führten das Fehlen von Wegbezeichnungen auf Google zurück, dessen Kartensystem Straßenbezeichnungen enthält, die man an Ort und Stelle häufig nicht vorfindet, und man glaubt es nicht, sie behielten mit Google Recht.

Um es kurz zu machen, das sogenannte Roadbook war wohl nie im Ganzen abgefahren worden und stimmte nun hinten und vorne nicht.

So atmete man immer tief durch, wenn wider Erwarten das Ziel doch noch auftauchte. Sehr hilfreich waren die schwedischen Autoclubs, deren Mitglieder mit ihren Automobilklassikern an vielen Punkten der Landstraßen auf uns warteten und uns damit zeigten, auf dem richtigen Weg zu sein. Offensichtlich hatten sie bessere Wegbeschreibungen als wir.

So hatten die Cleveren unter uns, mit ihren Navigationsgeräten immer die Nase vorn und das Reglement blieb auf der Stecke.

So hatten die Cleveren unter uns, mit ihren Navigationsgeräten immer die Nase vorn und das Reglement blieb auf der Stecke.

Nach den ersten konfusen Tagen, wurde auf diese Weise  etwas ganz anderes wichtig.

Schliesslich führten uns die sieben Fahrtage  durch   wunderschöne Landschaften und zu zauberhaften Orten, die wir dicht neben der  Strecke fanden und damit machte das Fahren doch richtig Spaß und das alles unter strahlend blauem Himmel.

Das Schloss Ödeshög mit seiner imposanten Burg, in deren Burggraben große Segelschiffe festgemacht hatten und auch der kleine Ort Trosa blieben uns  als ein Juwel in Erinnerung.

Am vierten Tag passierten wir das imposante Schloss Drottningsholm. Unsere Damen hielten unablässig nach Königin Sylvia Ausschau. Mühsam suchten wir dann unseren Weg ins Armeemuseum von Stockholm vor dem sich unsere Wagen aufstellen sollten.

Man muss kein Royalist sein, aber der Auftritt der königlichen Wache und des Musikcorps mit ihren preussischen Pickelhauben und Uniformen, zeitgleich mit unserem Eintreffen auf dem Platz war imposant und eine unvergleichliche Show.

Anders Läck, Chairman des veranstaltenden Automobilhistoriska klubben lud uns zu einer beeindruckenden Dampferfahrt durch die vor Stockholm liegenden Schären ein, wir sahen das alte Fort Vaxholm und machten dann am Besitz von Anders Läck fest. Über vier Feuern drehten sich Lammbraten und es gab mehr als reichlich Wein zu trinken.

Von Stockholm ging es in drei Tagesetappen zum Startort zurück. Wir passierten Askersund mit seinem Bilderbuchhafen, farbenfrohen Fischerhäuschen und natürlich Booten, Booten und nochmals Booten.

Zu erwähnen sind auch noch die interessanten Besuche im schwedischen Luftwaffenmuseum und anderen. Es war ein enormes Programm.

Aus der Reihe der Teilnehmer mit Automobilen der zwanziger Jahre ragte für mich das Team mit der weitesten Anreise heraus. Es waren John Shellard mit seiner Frau, die mit ihrem 1926er Lancia Lambda –  short torpedo von Australien nach England gegangen waren, um dann über 4.500 km pannenfrei über Spanien, Portugal, Frankreich, Deutschland, Dänemark nach Schweden zu gelangen. Wir verabschiedeten uns auf der Fähre nach Kiel von ihnen. Sie hatten noch viele Kilometer vor sich.

Nachlese.

Die veranstaltenden zehn Clubs haben sich mit dieser Rallye sehr viel Mühe gegeben, man hat gespürt, daß an dieser 1.400 km Strecke, viele Helfer regional mitgearbeitet haben. Diese zu koordinieren, war eine Herausforderung, die leider nicht immer gelang. Aber vom Einsatz der technischen Helfer bis zum Gepäckdienst wurde mit großem Engagement gearbeitet für das alle dankbar waren.

In Erinnerung bleibt insbesondere die Freundlichkeit der vielen Beteiligten und ganz besonders die Gastfreundschaft von Anders Läck.

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