Allgemeiner Schnauferl-Club (ASC) e.V. Landesgruppe Hammonia e.V.
1000 Miglia 2015

14.01.2019, Clubabend
20.01.2019, Entenessen
11.02.2019, Clubabend
21.02.2019, Theorie-Kurs Rallye-Fahren
11.03.2019, Clubabend
31.03.2019, Brunch im NRV
08.04.2019, Mitgliederversammlung
27.04.2019, Frühjahrsausfahrt
13.05.2019, Clubabend
11.05.2019, Fahrsicherheitstraining
31.05. bis 03.06.2019, ASC Jahresrallye
17.06.2019, Clubabend
29.06.2019, Lunch Gut Basthorst

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Letzte Änderung: 16.12.2018

1000 Miglia 2015

Wir, das war ein Trupp von acht begeisterten Mitgliedern der ASC Hammonia, auf dem Weg zur legendären Oldtimerrallye in Norditalien. Via Köln landeten wir pünktlich am Zielflughafen, wo uns, dank der hervorragenden Organisation und Planung von Gerd Köpke, ein eleganter Mercedesbus erwartete, um uns in unser Golfhotel in der Nähe von Brescia zu bringen. Eingebettet in eine leichte Hügellandschaft begrüßte uns unsere Herberge, ein ehemaliges Kloster, inmitten der gepflegten Fairways des Golfplatzes.

Der Nachmittag des ersten Tages gehörte der Konsolidierung der Angereisten in Form von kalten Drinks und einem erfrischenden Bad im großen Pool. Leider hatte sich mittlerweile herausgestellt, dass Gerd Köpcke aus privaten Gründen am nächsten Tag zurück nach Hamburg fliegen musste. So übernahm die außerordentlich ortskundige Barbara Kasischke die Reiseleitung. Dafür sei ihr an dieser Stelle herzlich gedankt. Sie hat die Aufgabe mit Umsicht und Verantwortungsbewusstsein erfüllt.

Am nächsten Tag, Donnerstag 14. Mai, sollte die Rallye in Brescia starten. Wir wurden mit dem nun schon gewohnten Bus, in dem jeder automatisch den Platz vom Vortag einnahm (der Mensch ist ein Gewohnheitstier), morgens früh abgeholt. Die Sonne schien, als bekäme sie dafür bezahlt, und wir fuhren durch die herrliche Rebenlandschaft zum Ort des großen Geschehens.

Das Zentrum Brescias war erfüllt vom Menschengewirr und der nicht enden wollenden Reihe historischer Autos, die auf dem abgesperrten zentralen Platz registriert wurden. Unsere kleine Gruppe trennte sich, nachdem ein Treffpunkt zu einer späteren Stunde vereinbart worden war. Man wühlte sich durch die Menschenmenge, um möglichst nah an die Absperrungen zu kommen. Später parkten die registrierten Wagen bis zum Start in den Straßen. So hatten wir viel Zeit
, die Kostbarkeiten aus nächster Nähe zu bewundern. Historische Autos in historischer Umgebung – eine geniale Symbiose!

Am Nachmittag dann der Start
, von Fahrern und Zuschauern gleichermaßen herbeigewünscht. Die Begeisterungsfähigkeit der Italiener ist unglaublich ansteckend. Der Jubel der Zuschauer bei jedem einzelnen Auto reißt auch den Besucher aus dem kühlen deutschen Norden mit. Kleine Jungs stehen am Rand der Piste und klatschen die Beifahrer der Cabrios unter großem Gegröhle ab. Es sieht gefährlich aus, aber die Ragazzi sind echte Profis. Nach einiger Zeit beruhigt sich die Stadt, und die Wagen sind, unter Hinterlassung einer großen Benzinwolke, auf ihre spannende Reise gegangen. So bleibt noch ein kleiner Spaziergang durch dieses bezaubernde Zentrum mit seiner charmanten Architektur. Auch ohne 1000 Miglia eine Reise wert.

Für Freitag hatte Barbara einen Ausflug an den Gardasee geplant. Im Örtchen Lazise bestiegen wir ein schnittiges Motorboot, das uns eine Stunde lang an dem malerischen Ufer des Sees mit seinen teilweise atemberaubenden Häusern und Grundstücken entlang schipperte. Ein Abendessen auf einer erhöhten Terrasse mit Blick auf den See rundete diesen Tag ab.

Sonnabend wurde Verona besichtigt. Es gibt eine Reihe beeindruckender Kirchen, attraktive Geschäfte und natürlich den Balkon von Julia, vor dem sich die Touristen drängeln. Die Mauern des Durchgangs zum kleinen Hof sind mit tausenden Schichten von Herzen mit Namen und Daten bemalt. Den Abend verbrachten wir auf einem Weingut.

Wer jetzt gedacht hatte, dass diese oldtimerbegeisterte Reisegruppe aus Hamburg dem Zieleinlauf des Rennens am Sonntag entgegenfieberte, hatte sich gründlich geirrt. Wie sich schon am Sonnabend herausstellte, winkte der schöne Golfplatz vor der Haustür zu verlockend, so dass sich einige eine Startzeit für Sonntag reserviert hatten. Die Gelegenheit musste genutzt werden! Der Rest fand die Aussicht auf einen gepflegten Pooltag mit anspruchsvoller Literatur mindestens ebenso reizvoll. Das Dolcefarniente fühlt sich eben in Italien besonders kuschelig an.

Am Montag, den 18. Mai, ging’s zurück. Arrivederci 1000 Miglia – es war schön. Was ich in diesem Zusammenhang besonders erwähnen möchte, ist die gute Stimmung in unserer kleinen Gruppe. Diejenigen, die sich noch nicht so gut kannten, haben sich ein bisschen kennen gelernt und die anderen haben die Freundschaft vertieft. Vielen Dank Gerd Köpcke, Barbara Kasischke, Michael und Daniela Bamberg, Helmut und Bärbel Dankert und Helmut Stieber.

Almuth Stieber

 

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